Welt | Ölsaaten | Kursentwicklung für Soja und Raps

US-Sojabohnenkurse starten schwächer ins neue Jahr

03.01.2024 (AMI) – Die Aussicht auf Niederschläge in den brasilianischen Anbaugebieten setzte die US-Sojabohnennotierungen unter Druck. Ansonsten blieb es in der verkürzten Handelswoche feiertagsbedingt sehr ruhig.

Die Notierungen für US-Sojabohnen an der Chicago Board of Trade gaben in den vergangenen fünf Handelstagen nach. Am 02.01.2023 schloss der Fronttermin Januar 2024 bei umgerechnet 427,22 EUR/t, was einem Minus von rund 10,49 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche entspricht.

Ausschlaggebend dafür sind die verbesserten Vegetationsbedingungen in den Sojaanbaugebieten Brasiliens und Argentiniens. Die prognostizierten Niederschläge dürften den von Trockenheit betroffenen Anbaugebieten in Zentral- und Nordbrasilien sowie in Mato Grosso du Sul zugutekommen. Dort wurde aufgrund der bisher ungünstigen Bedingungen auch das Aussaatfenster verlängert. Andernorts waren hingegen die Bedingungen deutlich besser, da hohe Temperaturen in Verbindung mit ausreichender Feuchtigkeit die Vegetationsperiode verkürzten und in einigen südlichen Anbaugebieten zu einem früheren Beginn der Sojaernte führten. Dadurch dürften die brasilianischen Partien der neuen Ernte etwas früher als erwartet am Markt verfügbar sein und den Preisdruck erhöhen.

Zusätzlich wurden die Preise durch die jüngste Aufwertung des US-Dollars belastet. Dies schmälert die Wettbewerbsfähigkeit der US-Partien gegenüber anderen Herkünften auf dem Weltmarkt. Ansonsten gab es in der Woche zwischen den Feiertagen wenig Impulse und nur geringe Handelsaktivitäten, da viele Akteure dem Markt fernblieben.

Wie entwickeln sich die Ölsaaten-Märkte und was sind die relevanten Einflussfaktoren? Aktuelle Marktlagen, Hintergrundwissen und detaillierte Analysen finden Sie unter Markt aktuell Ölsaaten & Bioenergie. Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop und sichern sich noch heute Ihren Zugang zum Expertenwissen!

Beitrag von Eike Wagner
Produktmanager Agribusiness
Druckversion als PDF öffnen

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Europa | Getreide | Kursentwicklung für Weizen und Mais

Paris: Weizenkurse rutschen weiter ab

18.07.2024 (AMI) – Angesichts der fortschreitenden Weizenernte auf der Nordhalbkugel geraten die Kurse zunehmend unter Druck. Die kurzfristige Belebung der internationalen Nachfrage bietet nur wenig Unterstützung, da EU-Partien gegenüber anderen Herkünften meist das Nachsehen haben.   Mehr

Welt | Ölsaaten | Kursentwicklung für Soja und Raps

Chicago: Sojabohnenkurse im Sinkflug

17.07.2024 (AMI) – Die US-Sojakurse geben angesichts der schwachen Nachfrage und der Aussicht auf eine große US-Ernte weiter nach. Günstige Vegetationsbedingungen könnten den Zustand der Feldbestände in den US-Anbaugebieten weiter verbessern.   Mehr

Deutschland | Ölsaaten | Preise

Dynamische Märkte zur Rapsernte

16.07.2024 (AMI) – Die Rapsernte in Deutschland hat begonnen. Das zunehmende Angebot und die verbesserten Angebotsaussichten am Weltmarkt setzen die Preise unter Druck. Dabei sind die Ölmühlen auf umfangreiche Importe angewiesen und die Rapsernte in Deutschland und der EU fällt wesentlich kleiner aus als 2023.   Mehr