Welt | Soja | Kursentwicklung für Soja und Raps

Chicago: Sojabohnen fallen auf tiefsten Stand seit Februar

06.07.2022 (AMI) – Die Sojanotierungen beendeten vor dem langen Wochenende und den Feierlichkeiten zum 4. Juli in den Vereinigten Staaten ihre Aufwärtsbewegung. Niederschläge in den US-Anbaugebieten erhöhen das Erntepotential und belasteten die Kurse.

Die Sojakurse gaben zuletzt nach und rutschten auf den tiefsten Stand seit Februar und damit auf das Niveau vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine. Der Fronttermin schloss am 05.07.2022 bei 15,75 USD/bu umgerechnet 562,44 EUR/t und gab damit auf Wochensicht um 16,35 EUR/t nach. Auch der Folgetermin August 22 verzeichnete ein Minus zur Vorwoche von 26,29 auf 516,67 EUR/t.

Verbesserte Vegetationsbedingungen in den Anbaugebieten im Mittleren Westen der USA aufgrund von Niederschlägen am zurückliegenden Wochenende setzten die Kurse merklich unter Druck, da diese die Aussichten auf eine ertragreiche Ernte verbesserten. Des Weiteren war die zurückliegenden Handelswoche von einem generell sehr schwachen Rohöl- und Ölsaatenkomplex gekennzeichnet, was die Bohne ebenfalls belastete.

Indes veröffentliche das USDA seine jüngste Schätzung zu den US-Lagerbeständen und korrigierte diese um 6 auf 971 Mio. Scheffel. Damit liegen die Lagerbestände der Bohne gegenüber denen des Vorjahres um 2 Mio. Scheffel höher.

Begrenzt werden konnten die Verluste durch die Abwärtskorrektur der US-Anbauflächenschätzung gegenüber der März-Prognose.

Wie entwickeln sich die Ölsaaten-Märkte und was sind die relevanten Einflussfaktoren? Aktuelle Marktlagen, Hintergrundwissen und detaillierte Analysen finden Sie unter Markt aktuell Ölsaaten. Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop und sichern sich noch heute Ihren Zugang zum Expertenwissen!


Beitrag von Eike Wagner
Junior Produktmanager Agribusiness

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Bio-Milch | Erzeugerpreise

Bio-Preise nahe konventionellem Niveau

05.08.2022 (AMI) – Die Bio-Milcherzeuger haben im Juni nochmals einen merklichen Aufschlag erhalten. Dennoch fiel dieser nicht so hoch aus wie bei der konventionellen Schiene.   Mehr

Europa | Getreide | Kursentwicklung für Weizen und Mais

Paris: Ertragspotenzial von Mais durch Hitze deutlich geschmälert

04.08.2022 (AMI) – Das erste ukrainische Schiff seit Russlands Invasion hat den Hafen von Odessa mit einer Getreidelieferung verlassen. Das drückt die Kurse an der Euronext. Zudem haben die Maisbestände im Mittleren Westen der USA und Frankreich mit einem erheblichen Wasserdefizit zu kämpfen.   Mehr

Deutschland | Blattgemüse | Angebot

Eissalatangebot schrumpft

04.08.2022 (AM) – Die Eissalatproduktion leidet, sowie viele weitere gartenbauliche Kulturen, unter den extremen Witterungsverhältnissen. Das Warenangebot schrumpft und die Preise klettern zunehmend nach oben.   Mehr