Welt | Getreide | Kursentwicklung für Weizen und Mais

Chicago: Mais gewinnt, Weizen verliert

24.11.2022 (AMI) – Während die Maisnotierungen aufgrund üppiger Exporte zulegen, belastet die schwindende US-Weizennachfrage die Kurse.

Die Maisnotierung an der CBoT haben sich in der zurückliegenden Woche befestigt. Mit umgerechnet 253 EUR/t lag der Schlusskurs am 23.11.2022 rund 1 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Robuste US-Exporten boten der Notierung Unterstützung, wobei die Marktteilnehmer auch die Verlängerung des Getreideabkommens zwischen Russland und der Ukraine bewerteten. Unter Druck geriet die Notierung im Gegenzug durch die Aussicht auf eine komfortable Ernte in Brasilien und die Aussicht, dass China seine Nachfrage vermehrt mit brasilianischer Ware künftig decken könnte. Des Weiteren belastete die Aussicht auf einen Bahnstreik in den USA, welcher die Wirtschaft massiv beeinträchtigen könnte.

Indes teilte das USDA mit, dass die Maisernte in den USA bereits zu 96 % abgeschlossen sei, was über dem 5-Jahresdurchschnitt von 90 % liegt.

Anders der Weizen, dieser tendierte in der zurückliegenden Woche schwächer und schloss am 23.11.2022 bei umgerechnet 282 EUR/t, rund 6 EUR/t unter Vorwochenlinie. Belastet wurde die Notierung durch die ungewisse Exportnachfrage. Der Verkauf französischen Weizens nach China sowie die Einfuhr von EU-Weizen in die USA unterstrich dabei in der zurückliegenden Woche die schwindende Wettbewerbsfähigkeit des US-Weizens. Limitiert wurden die Verluste durch den mangelnden Niederschlag in den US-Anbaugebieten, welcher den Zustand der Feldbestände negativ beeinflussen dürfte. Nach Angaben des USDA waren 32 % der Feldbestände in einem überdurchschnittlich guten Zustand, im Vorjahr waren es zum selben Zeitpunkt allerdings 44 % gewesen.

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Beitrag von Eike Wagner
Junior Produktmanager Agribusiness
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