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Strauchbeerenernte – Fröste führen zu Ernteeinschnitten

06.06.2017 (AMI) – Egal ob rot, weiß, blau oder schwarz, Strauchbeeren erfreuen sich immer mehr Liebhabern. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in ganz Europa liegen die Strauchbeeren im Trend und der Anbau expandiert. Allerdings sind durch die Spätfröste Ende April in Deutschland Ausfälle zu beklagen. Wie werden diese den Markt in den kommenden Wochen beeinflussen?

Die Anbaufläche von Strauchbeeren wurde in Deutschland zuletzt stetig erweitert und zwar von 6.800 ha im Jahr 2012 auf 8.450 ha im Jahr 2016. Im selben Zeitraum kauften die Haushalte Strauchbeeren in größeren Mengen. Landeten 2012 noch 690 g Strauchbeeren in den Einkaufskörben, so waren es 2016 bereits 970 g. Dies liegt nicht allein an der immer weiter steigenden deutschen Ernte, viel stärker sind in dieser Zeit die Importe nach Deutschland gestiegen.

Allerdings dürfte die deutsche Strauchbeerenernte in diesem Jahr höchstwahrscheinlich nicht an die letztjährige Rekordernte von 36.100 t heranreichen. Denn die Spätfröste Ende April haben zu Ausfällen geführt. Bei Johannisbeeren standen manche Sorten gerade in Blüte als die Frostnächte kamen. Aus diesem Grund werden bei den Johannisbeeren die Ausfälle größer als bei den Himbeeren eingeschätzt, wie eine AMI Befragung unter den deutschen Erzeugermärkten, die Strauchbeeren vermarkten, gezeigt hat.

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Beitrag von Eva Würtenberger
Marktexpertin Obst

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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