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Zahl der Milchkühe in Deutschland sinkt weiter

18.01.2023 (AMI) – Die Rinderbestände in Deutschland wurden im November 2022 weiter abgebaut. Auch die Zahl der Milchkühe ging zurück. Der Trend zu größeren Milchviehherden setzt sich bei rückläufigen Betriebszahlen weiter fort.

Die Betrachtung der einzelnen Nutzungsrichtungen zeigt, dass im November des Jahres 2022 3,8 Mio. Milchkühe gehalten wurden und damit 0,6 % weniger als im November 2021. Im Vergleich zum Mai des Jahres 2022 war der Rückgang mit 0,2 % etwas geringer. Insbesondere die gestiegenen Auszahlungspreise für die Rohmilch dürften den Bestandsabbau im Jahr 2022 verlangsamt haben. So ist davon auszugehen, dass die deutschen Landwirte auch Milchkühe noch in der Produktion ließen, die sonst schon an den Schlachthof geliefert worden wären. Entsprechend wurden von Januar bis November 2022 rund 10 % weniger Milchkühe geschlachtet als im gleichen Zeitraum des Jahres 2021. In den vergangenen Jahren sahen sich die Landwirte mit gestiegenen Kosten für Futtermittel, in Folge der Dürre, und für Betriebsmittel konfrontiert. In Kombination mit weiteren Gründen, wie den wachsenden Anforderungen an die Tierhaltung und der Außenwirtschaft dürfte dies Landwirte dazu bewegt, haben aus der Milchviehhaltung auszusteigen.

Wie entwickelten sich die Bestände in den einzelnen Bundesländern? Und wie groß ist die durchschnittliche Herdengröße pro Betrieb? Eine ausführliche Analyse hierzu finden Sie in unserem Online-Dienst Markt aktuell Milchwirtschaft.

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Beitrag von Denis Straet
Marktexperte Milchwirtschaft
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