Deutschland | Bio-Geflügel | Preise

Nächste Befragungsrunde bei Bio-Geflügel steht an

05.07.2018 (AMI) – Für das BÖLN-Projekt „Analyse des Bio-Geflügelmarktes“ haben AMI und MEG, wie schon 2017, Bio-Geflügelbetriebe in Deutschland befragt. 28 Teilnehmer haben für das erste Quartal Angaben zur Art ihres Betriebes, den von ihnen genutzten Absatzwegen, zur Produktionsmenge 2017 und Erzeugerpreisen im ersten Quartal gemacht.

Nur wenige der befragten Betriebe halten mehrere Geflügelarten, der Großteil spezialisiert sich auf eine oder zwei Bio-Geflügelarten. Mit Abstand am meisten Betriebe (57 %) halten Bio-Jungmasthühner. Die Dominanz der Bio-Masthühnerhaltung hat sich auch schon in den vorhergehenden Untersuchungen gezeigt. Rund 40 % der teilnehmenden Betriebe mästeten im Jahr 2017 Bio-Gänse, in der Regel in Kombination mit anderen Bio-Geflügelarten.

Ein Drittel der Betriebsleiter gaben an, Althennen zu schlachten. Die Betriebe schlachten entweder die eigenen Althennen oder bieten die Schlachtung für andere Legehennenbetriebe als Service an. Interessant ist auch die steigende Anzahl an Betrieben, die in die Bruderhahnhaltung eingestiegen sind. Bereits etliche Initiativen in Deutschland mästen Bruderhähne, wobei sich das Volumen bislang nur grob quantifizieren lässt. Insbesondere in der ökologischen Produktion wird dieses Verfahren durchgeführt. Von den Brüdern der 2017 laut Destatis in Deutschland lebenden 4,4 Mio. Bio-Legehennen werden bislang laut Brancheninformationen nur etwa 6 % aufgezogen. Das wären gut 200.000 Bruderhähne, wenn eine Legedauer von 15 Monaten zugrunde gelegt wird.

Preise im ersten Quartal 2018 über Vorjahresniveau

Die Preisnennungen bei der Direktvermarktung von Bio-Jungmasthühnern zeigen für das erste Quartal 2018 einen Anstieg des Durchschnittspreises gegenüber dem Vorjahr, aber auch eine deutlich kleinere Spanne zwischen Minimum- und Maximumpreis. Die Erzeuger erhielten von Januar bis März dieses Jahres durchschnittlich 11,31 EUR/kg bis 11,47 EUR/kg Schlachtgewicht für Bio-Jungmasthühner (ganzes Tier). Im vergangenen Jahr blieb der Durchschnittspreis deutlich unter 11 EUR/kg Schlachtgewicht.

Nehmen Sie teil!

Wenn Sie regelmäßige Informationen zum Bio-Geflügelmarkt erhalten möchten, teilen Sie uns einmal pro Quartal Ihre Schlachtmengen und Erzeugerpreise für Bio-Geflügels mit. Dann erhalten Sie von uns Informationen zum Bio-Geflügelmarkt sowie die Auswertung der Preismeldungen. Auch kleinere Geflügelbestände oder Nebenerwerbsbetriebe sind für eine genaue Markteinschätzung von Bedeutung. Gern können Sie an unserer aktuellen Produzentenbefragung zum zweiten Quartal 2018 direkt online teilnehmen.

Beitrag von Christine Rampold
Marktexpertin Öko-Landbau

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Steinobst | Aktionspreise

Erste Angebotsaktionen mit spanischem Steinobst laufen an

12.05.2021 (AMI) – Ein warmer Tag wie am vergangenen Sonntag macht zwar noch keinen Sommer, aber mit steigenden Temperaturen wächst bei den Verbrauchern die Vorfreude auf mehr Abwechslung im Obstsortiment. Da kommen die ersten Angebotsaktionen mit Pfirsichen und Nektarinen aus Spanien gerade recht. Zunächst konnte die Zahl der Werbeanstöße aber noch nicht an das Niveau des Vorjahres anknüpfen. Nach Frostausfällen wird ein kleineres Angebot erwartet. Wie wirkt sich das auf die Preise in den Angebotsaktionen aus?   Mehr

Deutschland | Rohmilch | Erzeugerpreise

Preise für Bio-Milch mit Plus

11.05.2021 (AMI) – Getragen von hohen Absatzzahlen und einer moderat wachsenden Anlieferung, haben die Erzeugerpreise für ökologisch erzeugte Milch im März leicht zugelegt. Der Abstand zum konventionellen Rohstoff hat sich dabei leicht verringert.   Mehr

Deutschland | Bio-Milch | Marktversorgung

Wie geht es weiter bei Bio-Milch? Die Antworten erhalten Sie auf dem AMI Web-Seminar

07.05.2021 (AMI) – Die Bio-Milchanlieferung in Deutschland steigt 2021 nach der großen Umstellungswelle in den vergangenen Jahren das zweite Jahr in Folge nur noch verhalten. Anders sieht es mit der privaten Nachfrage aus, die nicht zuletzt wegen der Corona-Maßnahmen erheblich zugunsten von Bio gestiegen ist. Wohin geht 2021 die Reise bei Bio-Milch?   Mehr