Welt | Ölsaaten | Kursentwicklung für Soja und Raps

Terminmärkte: Soja stabil, Raps gewinnt

04.12.2024 (AMI) – Die Feldbestandsentwicklungen in Brasilien stehen weiterhin im Fokus, ebenso wie die Äußerungen Trumps bezüglich möglicher Importzölle. Unterdessen trifft die australische Rapsernte am Weltmarkt ein und vergrößert das Angebot.

In Chicago können die Sojabohnenkurse nach einem verlängerten Feiertagswochenende über Vorwoche schließen. Am 04.12.2024 schloss der Fronttermin Januar 25 bei umgerechnet rund 347 EUR/t, immerhin 3,20 EUR/t über Vorwochenniveau. Große Tagessprünge blieben dabei aus.

Im Fokus stehen aktuell die Entwicklungen in Südamerika. Die Aussichten auf eine üppige Sojaernte im Frühjahr 25 sind günstig, was die Kursgewinne begrenzte. Jüngste Regenfälle in weiten Teilen der Region bessern die Vegetationsbedingungen der sich noch im Anfangsstadium befindlichen Feldbestände. So hoben viele Marktteilnehmer vor allem für Brasilien ihre Ernteprognosen an, was die als komfortable beschriebene Angebotssituation nochmals vergrößern dürfte. Dadurch, dass die Ernte aber noch in weiter Ferne ist, bleibt es abzuwarten, wie sich die Bestände bis dahin tatsächlich entwickeln.

Auch die Äußerungen des designierten US-Präsidenten Trumps zeigten in den vorigen Handelstagen Kurswirkung. Die angekündigten Zölle auf mexikanische, kanadische und chinesische Ware sorgen für Verunsicherung am Markt, auch wenn Teilnehmer die Äußerungen jüngst neu bewerteten. Auf der einen Seite könnte dies zur Konsequenz führen, dass sich US-Exporte reduzieren, auf der anderen Seite könnten die Zölle unter anderem die Alternative mit sich bringen, dass die Einfuhren von Rapsöl durch heimisches Sojaöl als Rohstoff für den wachsenden Biodieselmarkt ersetzt werden. Das dürfte zur Folge haben, dass die inländische Produktion und Nachfrage weiterwachsen.

Pariser Rapskurse fest

In Paris kann der Rapsfronttermin hingegen kräftig auf ein 2-Wochenhoch zulegen. Am 03.12.2024 schloss der Februar 25-Kontrakt bei 527,50 EUR/t, damit 20,50 EUR/t über Vorwochenniveau. Unterstützung erhielten die Kurse vor allem von den festen kanadischen Canola-Notierungen und malaysischen Palmölkursen. Begrenzt wurde das Wochenplus hingegen von der Ankunft der australischen Rapsernte auf dem Weltmarkt, die das üppige Ölsaatenangebot nochmals vergrößert.

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Beitrag von Svenja Herrmann
Produktmanagerin Pflanzenbau
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