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Trendwende am internationalen Milchmarkt?

17.01.2019 (AMI) – Am Weltmarkt war das zweite Halbjahr 2018 nahezu produktübergreifend von schwächeren Tendenzen geprägt. Der Grund hierfür dürfte vor allem in einem weltweit gestiegenem Exportangebot liegen. Anfang 2019 setzte jedoch eine Erholung ein.

Der von der FAO berechnete Preisindex für Milchprodukte ist im Dezember 2018 den siebten Monat in Folge gesunken. Als Grund für die rückläufigen Tendenzen gibt die FAO vor allem das weltweit gestiegenen Exportangebot an. Besonders aus Neuseeland befand sich im Dezember mehr Ware auf dem Weltmarkt. Als Folge standen die internationalen Preise für Butter, Käse und Vollmilchpulver im Dezember weiter unter Druck. Anders sah die preisliche Entwicklung bei Magermilchpulver aus. Hier zeigten sich zum Jahresende, gestützt durch eine weltweit gestiegene Importnachfrage, festere Tendenzen. Auch auf dem deutschen Markt hat sich der Preis für Magermilchpulver gegen Ende des Jahres auf niedrigem Niveau stabilisiert.

Am Jahresbeginn herrschten hingegen am Weltmarkt wieder festere Tendenzen vor, die sich teils bereits Ende 2018 abgezeichnet hatten. Beim GlobalDairyTrade-Tender in Neuseeland hat der über alle gehandelten Produkte ermittelte Preisindex bei der zweiten Auktion des Jahres am 15.01.2019 um 4,2 % zugelegt. Auf der Produktebene zeigten sich dabei nahezu produktübergreifend festere Tendenzen.

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Beitrag von Anna Effertz

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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