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EU: Mehr Milch zu Milchprodukten verarbeitet

10.09.2020 (AMI) – Im ersten Halbjahr 2020 haben die Molkereien in der EU-27 mehr Milch erfasst. Dies führte zumeist zu einer Ausweitung der Produktion von Milcherzeugnissen. Lediglich Kondensmilch und Sahneerzeugnisse blieben unter den Vorjahresmengen.

Die Milchanlieferung in der EU-27 (ohne das Vereinigte Königreich) lag von Januar bis Juni 2020 schalttagsbereinigt um 1,5 % über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs der EU-weiten Milchanlieferung war in erster Linie auf eine höhere Erfassung in den mengenmäßig bedeuteten EU-Mitgliedsstaaten zurückzuführen.

Besonders Vollmilchpulver vermehrt hergestellt

Bei der Produktion von Milchprodukten wurde, relativ betrachtet, die Herstellung von Vollmilchpulver am deutlichsten ausgeweitet. EU-weit wurde in den ersten sechs Monaten von 2020 hier ein Zuwachs um 6,6 % ausgewiesen. Die Herstellung von Konsummilch lag ebenfalls deutlich über Vorjahr. Die milchverarbeitenden Betriebe stellten in der EU 1,17 Mio. t Trinkmilch her und damit 3,9 % mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Ebenfalls gestiegen sind die Butter und Käseproduktionen. Gleichzeitig wurde in den ersten sechs Monaten von 2020 mehr Milch in die Trocknung gelenkt. Die Herstellung von Magermilchpulver belief sich auf 756.300 t und lag damit rund 0,5 % über dem Vorjahresniveau. Die Produktion von Frischprodukten bewegte sich mit einem Plus von 0,4 % auch leicht über dem Vorjahresniveau. Bei Kondensmilch und Sahneerzeugnissen lagen die hergestellten Mengen hingegen unterhalb der Vorjahreslinie.

Wie entwickelte sich die Produktion von Milcherzeugnissen in der Gemeinschaft im Detail? Eine umfangreiche Einschätzung der Lage finden Sie im Markt aktuell Milchwirtschaft.

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Beitrag von Juliane Michels
Produktmanagerin Agribusiness

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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