Ab September mehr Milch
Die Molkereien in Deutschland haben im Zeitraum von Januar bis September insgesamt 24,3 Mio. t Kuhmilch erfasst. Das waren bereinigt um den Schalttag 0,7 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dieses Minus resultiert aus den geringeren Mengen in den ersten sieben Monaten, in denen den Molkereien deutlich weniger Rohstoff für die Verarbeitung zur Verfügung stand als im Vorjahr. Ursache hierfür waren die Spätfolgen der Blauzungenkrankheit, die zu Fruchtbarkeitsstörungen und Aborten geführt hatten. Dadurch kam es in der zweiten Jahreshälfte zu verspäteten Kalbungen, die dazu beitrugen, dass die Milchmengen des Vorjahres zunehmend übertroffen wurden. Dies war jedoch nicht der einzige produktionsstimulierende Faktor. Die Grundfutterqualitäten wurden regional als überdurchschnittlich hoch beschrieben, zudem war ausreichend Menge vorhanden. Auch die hohen Milcherzeugerpreise, die bis September über der 50-Cent-Marke lagen, wirkten stimulierend auf die Erzeugung. Zudem wurden weniger Kühe geschlachtet. All diese Faktoren zusammen führten im August zu einer um 2,1 % höheren Milchanlieferung als zwölf Monate zuvor. Im September stieg das Plus auf 4,9 %.
Wie entwickelte sich die Milchanlieferung in den einzelnen
Bundesländern? Und wie wird die bundesweite Entwicklung bis zum
Jahresende voraussichtlich aussehen? Antworten auf diese Fragen
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Dr. Kerstin Keunecke
Bereichsleiterin Milch und Milchprodukte
Tel. (0228) 33805-101
Autorin von Fachbeiträgen und Produktstudien zum Milchmarkt, Analystin für den Milchpreisvergleich, vielfältige Kontakte zu Molkereien und Unternehmen der Milchbranche.
Markt aktuell

Markt aktuell Milchpreisspiegel ist mit umfassenden Auswertungsmöglichkeiten zu den Auszahlungspreisen der Molkereien für Rohmilch ein unverzichtbares Instrument, das eine fundierte Grundlage für strategische Entscheidungen bietet.



