Milchpreise zu Jahresbeginn weiter im Minus
Die Milcherzeugerpreise sind mit spürbarem Gegenwind ins neue Jahr gestartet. Laut Schätzung der AMI ist das Bundesmittel für konventionelle Kuhmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß im Januar 2026 um 3,9 Ct/kg auf 39,6 Ct/kg gefallen und damit erstmals seit Ende 2021 wieder unter die 40-Cent-Marke gerutscht. Zum Vergleich: Im Januar 2025 lag der Auszahlungspreis noch bei 52,7 Ct/kg. Vor Jahresfrist hatte das damals knappe Angebot an Rohmilch zu einem Preisanstieg über die gesamte Wertschöpfungskette geführt. Dieser wurde lediglich kurzfristig durch den damaligen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche unterbrochen. Seit Herbst 2025 hat sich die Lage jedoch vom Verkäufer- zum Käufermarkt gedreht.
Damit setzte sich die seitdem vorherrschende Abwärtsbewegung fort. Während im Sommer 2025 mit 53,5 Ct/kg noch ein überdurchschnittlich hohes Preisniveau erreicht wurde, gaben die Auszahlungspreise im Herbst deutlich nach und erreichten im Dezember 2025 nur noch 43,5 Ct/kg. Der deutliche Rückgang zu Beginn des Jahres unterstreicht den anhaltenden Druck auf der Erzeugerseite.
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Dr. Kerstin Keunecke
Bereichsleiterin Milch und Milchprodukte
Tel. (0228) 33805-101
Autorin von Fachbeiträgen und Produktstudien zum Milchmarkt, Analystin für den Milchpreisvergleich, vielfältige Kontakte zu Molkereien und Unternehmen der Milchbranche.



