Deutschland | Rohmilch | Erzeugerpreise

Milchpreise zu Jahresbeginn weiter im Minus

05.03.2026 (AMI) – Die Milcherzeuger in Deutschland mussten zu Beginn des neuen Jahres massive Einbußen beim Milchgeld hinnehmen. Damit hat sich der Abwärtstrend der Preise für konventionell erzeugte Kuhmilch kurzfristig verstärkt.

Die Milcherzeugerpreise sind mit spürbarem Gegenwind ins neue Jahr gestartet. Laut Schätzung der AMI ist das Bundesmittel für konventionelle Kuhmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß im Januar 2026 um 3,9 Ct/kg auf 39,6 Ct/kg gefallen und damit erstmals seit Ende 2021 wieder unter die 40-Cent-Marke gerutscht. Zum Vergleich: Im Januar 2025 lag der Auszahlungspreis noch bei 52,7 Ct/kg. Vor Jahresfrist hatte das damals knappe Angebot an Rohmilch zu einem Preisanstieg über die gesamte Wertschöpfungskette geführt. Dieser wurde lediglich kurzfristig durch den damaligen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche unterbrochen. Seit Herbst 2025 hat sich die Lage jedoch vom Verkäufer- zum Käufermarkt gedreht.

Damit setzte sich die seitdem vorherrschende Abwärtsbewegung fort. Während im Sommer 2025 mit 53,5 Ct/kg noch ein überdurchschnittlich hohes Preisniveau erreicht wurde, gaben die Auszahlungspreise im Herbst deutlich nach und erreichten im Dezember 2025 nur noch 43,5 Ct/kg. Der deutliche Rückgang zu Beginn des Jahres unterstreicht den anhaltenden Druck auf der Erzeugerseite.

Wie stellten sich die Auszahlungsleistungen für konventionell erzeugte Milch in den einzelnen Regionen dar? Und welche Entwicklung wird in den kommenden Monaten erwartet? Antworten auf diese Fragen finden Sie in einer Analyse in unserem Online-Dienst Markt aktuell Milchwirtschaft. Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop und sichern Sie sich noch heute Ihren Zugang zum Expertenwissen!

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Beitrag von Dr. Kerstin Keunecke
Marktexpertin Milch und Milchprodukte

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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