Deutschland | Milchdauerwaren | Nachfrage

Magermilchpulver weiter gefragt

26.03.2026 (AMI) – Das rege Kaufinteresse an Milchpulver hielt Ende März an. Die Trocknungskapazitäten waren weiterhin hoch ausgelastet. Für kurzfristige Lieferungen stand nur ein begrenztes Angebot zur Verfügung, wodurch die Preise ihren Aufwärtstrend fortsetzten. Der Konflikt am Persischen Golf stellte die Akteure vor allem vor logistische Herausforderungen.

Magermilchpulver in Lebensmittelqualität konnte auch Ende März in umfangreichem Maße am Markt platziert werden. Die Nachfrage zeigte sich lebhaft, wobei sich insbesondere das Exportgeschäft weiterhin als zentraler Absatzkanal erwies. Anbieter aus der EU waren gegenüber Wettbewerbern aus Ozeanien und den USA nach wie vor wettbewerbsfähig. Mit Iran und SaudiArabien sind zudem zwei bedeutende Exporteure von Magermilchpulver in den aktuellen NahostKonflikt am Persischen Golf involviert. Die militärischen Auseinandersetzungen in der Region stellen die Marktteilnehmer allerdings vor erhebliche logistische Herausforderungen.

Auf Herstellerebene gingen weiterhin Anfragen ein. Für kurzfristige Liefertermine war das Angebot jedoch begrenzt, da in den vergangenen Wochen hohe Warenausgänge zu verzeichnen waren und die Kontrakte überwiegend geschlossen wurden. Zudem sind die Trocknungskapazitäten aufgrund hoher Milchanlieferungen und der regen Absatzaktivität weitgehend ausgelastet. Abnehmer mit kurzfristigem Bedarf mussten daher höhere Preise akzeptieren.

Die Butter- und Käse-Börse in Kempten hat die Spanne für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität am 25.03.26 mit 2.720 bis 2.900 EUR/t festgestellt, womit sich der Preisanstieg weiter fortsetzte. Das untere Spannenende wurde gegenüber der Vorwoche um 70 EUR und das obere um 130 EUR heraufgesetzt.

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Beitrag von Dr. Kerstin Keunecke
Marktexpertin Milch und Milchprodukte

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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