Konventionelle Milchpreise: Abwärtstrend im Februar abgeschwächt
Die Milcherzeugerpreise setzten ihren Abwärtstrend im Februar 2026 fort. Nach AMI-Hochrechnung lag das Bundesmittel für konventionell erzeugte Kuhmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß bei 37,9 Ct/kg. Gegenüber Januar entspricht dies einem Rückgang um 1,5 Ct/kg. Damit fiel das Minus deutlich geringer aus als im Vormonat. Während im Januar noch rund 95 % der Molkereien ihre Auszahlungsleistung reduziert hatten, lag dieser Anteil im Februar bei etwa 75 %. Gleichzeitig nahm der Anteil der Unternehmen mit unveränderter Auszahlungsleistung zu.
Die Auszahlungsleistungen der Molkereien folgten im Februar zeitverzögert weiterhin den zuvor gesunkenen Preisen an den Märkten für Milch und Molkereiprodukte. Letztere waren seit Ende 2024 überwiegend rückläufig, lediglich im Februar und Juni 2025 kam es zu kurzfristigen Unterbrechungen des Abwärtstrends. Inzwischen hat sich das Auszahlungsniveau wieder stärker an die Verwertungserlöse der Molkereien angenähert, wenngleich dieses im Vergleich der vergangenen fünf Jahre niedrig ausfällt. Vor dem Hintergrund gleichzeitig gestiegener Kosten für Energie, Ersatzbeschaffung und Betriebsmittel verschärft sich die Ertragssituation der Milchviehbetriebe damit.
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Dr. Kerstin Keunecke
Bereichsleiterin Milch und Milchprodukte
Tel. (0228) 33805-101
Autorin von Fachbeiträgen und Produktstudien zum Milchmarkt, Analystin für den Milchpreisvergleich, vielfältige Kontakte zu Molkereien und Unternehmen der Milchbranche.




