Web-Seminar Milch: 2026 macht Eiweiß den Unterschied
Im laufenden Jahr ist der Markt von einer national wie international hohen Rohstoffverfügbarkeit geprägt. Für die zusätzlich anfallenden Mengen fehlen jedoch teilweise Verarbeitungskapazitäten, was insbesondere die Spot und Fettmärkte belastet. Marktstützend wirkt hingegen die rege Nachfrage am Weltmarkt. Vor allem eiweißhaltige Molkereiprodukte sind international gefragt: Magermilchpulver aus Deutschland verzeichnet steigende Preise und bleibt dennoch global wettbewerbsfähig. Auch Molkenpulver profitiert vom anhaltenden Trend zu eiweißreicher Ernährung und entkoppelt sich zunehmend von der allgemeinen Marktentwicklung. Eiweiß wird damit 2026 zu einem zentralen Differenzierungsfaktor im Milchmarkt.
Anders stellt sich die Situation auf der Fettseite dar. Die Preise für Industrierahm zeigen eine ausgeprägte Volatilität, während sich die Butterpreise nicht maßgeblich von ihren niedrigen Ausgangsniveaus erholen können. Der Markt ist damit strukturell gespalten - zwischen Rohstoff und Produktmärkten, Welt und Binnenmarkt sowie zwischen Fett und Eiweißsegment.
Zusätzliche Belastungen ergeben sich aus geopolitischen Spannungen im Persischen Golf. Steigende Kosten für Energie, Transport und Betriebsmittel wirken sich auf alle Marktstufen aus. Auf Ebene der Milchviehbetriebe treffen diese Kostensteigerungen auf deutlich reduzierte Erzeugerpreise und führen zu einer spürbaren Margenbelastung.
Im AMI-Web-Seminar „Der Eiweiß-Boom am Milchmarkt - warum Milcheiweiß 2026 den Unterschied macht“ am 09. Juni 2026 analysieren die AMI-Marktexpertinnen Dr. Kerstin Keunecke und Michelle Kuhn die aktuelle Lage entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Sie interessieren sich zudem für langfristige Trends? Diese liefert Ihnen unsere frisch erschienene AMI Marktbilanz Milch.
© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH
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Dr. Kerstin Keunecke
Bereichsleiterin Milch und Milchprodukte
Tel. (0228) 33805-101
Autorin von Fachbeiträgen und Produktstudien zum Milchmarkt, Analystin für den Milchpreisvergleich, vielfältige Kontakte zu Molkereien und Unternehmen der Milchbranche.




