Deutschland | Rohmilch | Erzeugerpreise

Bio-Milchpreise im April leicht rückläufig

03.06.2026 (AMI) – Die Bio-Milchpreise gaben im April leicht nach. Neben hohen Bio-Anlieferungsmengen drückte die anziehende Inflation teils auf die Konsumlaune. Der Preisabstand zu konventioneller Milch bleibt hoch.

Bei Bio-Milch setzten sich im April 2026 die rückläufigen Preistendenzen, die seit November das Bild bestimmen, fort. Allerdings hat sich der Rückgang leicht abgeschwächt. Die Bio-Milchbetriebe erhielten im April im bundesweiten Schnitt knapp 64,7 Ct/kg für ihren Rohstoff mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß, so erste Schätzungen der AMI. Gegenüber März entsprach das einem Minus von 0,3 Ct/kg.

Preisabstand bleibt hoch

Nachdem der Abstand zwischen den Erzeugerpreisen für Bio und konventionelle Milch bis Februar auf ein Allzeithoch von 27,5 Ct/kg gestiegen war, hat er sich zuletzt schrittweise verringert. Hintergrund ist die gegenläufige Preisentwicklung in beiden Produktionsrichtungen. Im April reduzierte sich der Vorsprung der BioMilch gegenüber konventioneller Milch leicht auf 26,3 Ct/kg. Damit blieb der Preisabstand im langfristigen Vergleich weiterhin deutlich überdurchschnittlich. Zum Vergleich: Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre lag er bei 13,4 Ct/kg.

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Beitrag von Dr. Kerstin Keunecke
Marktexpertin Milch und Milchprodukte

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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