Preise für Pulver zumeist schwächer
Der Markt für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität zeigte sich Mitte Juni von Zurückhaltung geprägt. Marktteilnehmer agierten überwiegend abwartend und hielten sich in Erwartung neuer Impulse mit Abschlüssen zurück. Auf der Käuferseite ist der Bedarf für das dritte Quartal größtenteils gedeckt, sodass zuletzt nur eine eingeschränkte Abschlussbereitschaft bestand. Die Nachfrage im EUBinnenmarkt verlief weiterhin verhalten. Auch im Exportgeschäft mit Drittländern ließ die Dynamik inzwischen nach. In den Vormonaten hatte die rege Nachfrage am Weltmarkt noch stützend gewirkt, was unter anderem auf das im Vergleich zu Wettbewerbern aus den USA und Ozeanien niedrigere Preisniveau zurückzuführen war. Dennoch kamen vereinzelt neue Abschlüsse zustande, wobei Verkäufer in den Preisverhandlungen zunehmend auf Widerstand stießen.
Auf der Angebotsseite stand aufgrund der hohen Produktionsmengen ausreichend Ware zur Verfügung, was zu einer erhöhten Bestandssituation beitrug. Die Werke haben ihre verfügbaren Mengen weitgehend platziert und arbeiteten zuletzt vor allem bestehende Auftragsbücher ab. Insgesamt stellte sich die Marktlage auf Anbieterseite je nach Handelsstufe und Herkunft unterschiedlich dar. Entsprechend blieb das Preisgefüge uneinheitlich, wobei schwächere Tendenzen überwogen.
Dementsprechend hat die Butter- und Käse-Börse in Kempten die Spanne für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität am 17.06.26 die vierte Woche in Folge gesenkt. Diese wurde gegenüber der Vorwoche am unteren Ende um 30 EUR und am oberen um 80 EUR auf 2.650 bis 2.850 EUR/t herabgesetzt.
Wie entwickelten sich die Märkte für Vollmilch- und Molkenpulver in der aktuellen Berichtswoche im Detail? Und wie war die Lage an den Teilmärkten für Rohmilch, Butter und Käse? Lesen Sie dazu die aktuelle Einschätzung im Markt aktuell Milchwirtschaft. Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop und sichern sich noch heute Ihren Zugang zum Expertenwissen!
Interessieren Sie sich für dieses Markt Chart? Entdecken Sie dieses und viele weitere informative AMI-Markt Charts als JPG-Datei inklusive Begleittext in unserem Online-Shop.
© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH
ZurückLogin
Das könnte Sie auch interessieren
Hohe Milchanlieferung prägt Produktion von Milcherzeugnissen
Dr. Kerstin Keunecke
Bereichsleiterin Milch und Milchprodukte
Tel. (0228) 33805-101
Autorin von Fachbeiträgen und Produktstudien zum Milchmarkt, Analystin für den Milchpreisvergleich, vielfältige Kontakte zu Molkereien und Unternehmen der Milchbranche.



