Europa | Rohmilch | Anlieferung

EU-Milchanlieferung saisonal rückläufig

08.10.2026 (AMI) – In den ersten sieben Monaten dieses Jahres lag das Rohstoffaufkommen in der EU-27 durchweg über dem Vorjahresniveau. Dabei hat sich der Vorsprung im Juli wieder vergrößert, nachdem er im Juni den bislang niedrigsten Stand des Jahres erreicht hatte. Für August zeichnet sich allerdings erneut ein schwächeres Wachstum ab.

Im Juli 2026 lag die Milchanlieferung in der EU-27 weiterhin über dem Vorjahresniveau. Damit setzte sich die seit April 2025 anhaltende expansive Entwicklung fort. Vor allem seit August 2025 waren dabei überdurchschnittliche Zuwachsraten zu beobachten. Auch im ersten Quartal 2026 bewegten sich die Steigerungen mit 4,4 % bis 5,0 % noch auf hohem Niveau. Im Verlauf des zweiten Quartals schwächte sich das Wachstum jedoch etwas ab. Der im bisherigen Jahresverlauf geringste Vorsprung gegenüber dem Vorjahr wurde mit 1,8 % im Juni verzeichnet. Im Juli konnte dieser wieder auf 2,4 % ausgebaut werden. Insgesamt erfassten die Molkereien in der EU im Juli knapp 13,0 Mio. t Milch, umgerechnet auf einen Standardmonat mit 30,5 Tagen entsprach das einer Menge von 12,8 Mio. t.

Wie entwickelte sich die EU-Milchanlieferung in den einzelnen Mitgliedstaaten im Juli? Welche Länder hatten den größten Anteil am EU-weiten Zuwachs und in welchen entwickelte sich die Milchanlieferung im Vorjahresvergleich sogar rückläufig? Eine aktuelle Kurzmeldung Milchanlieferung in der EU-27 finden Sie in unserem Online-Dienst Markt aktuell Milchwirtschaft.

Sie möchten vom Expertenwissen der AMI profitieren? Dann nutzen Sie Ihre Chance, sich für unser aktuelles Web-Seminar anzumelden und Ihre Fragen direkt an unsere Expertinnen zu richten. Das Seminar bietet Ihnen kompakte Analysen zu nationalen und internationalen Marktverläufen.

Beitrag von Michelle Kuhn
Produktmanagerin Milchwirtschaft

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Milchdauerwaren | Preise

Molkenpulvermarkt bleibt stabil

08.10.2026 (AMI) – Anfang Oktober zeigten sich die Pulvermärkte meist fest bis stabil. Magermilchpulver profitierte von knapper Verfügbarkeit, reger Exportnachfrage und steigenden Preisen. Der Vollmilchpulvermarkt blieb bei unveränderten Preisen ruhig. Molkenpulver tendierte insgesamt stabil.   Mehr

Deutschland | Rohmilch | Erzeugerpreise

Milchpreise steigen im August weiter

02.10.2026 (AMI) – Die Erzeugerpreise für konventionell erzeugte Milch haben im August leicht zugelegt. Getragen wurde diese Entwicklung von einer Erholung an den Produktmärkten, die auch durch den hitze- und trockenheitsbedingten Rückgang der Milchanlieferung gestützt wurde.   Mehr

Deutschland | Käse | Börsennotierungen

Käsemarkt: Knappes Angebot hebelt Preisdruck aus

01.10.2026 (AMI) – Zum Monatsende war der deutsche Käsemarkt von einer anhaltend belebten Nachfrage bei knappem Angebot geprägt. Die hohen Absätze im Inland und die schmelzenden Lagerbestände wirkten niedrigeren Preisforderungen entgegen.   Mehr