Deutschland | Rohmilch | Erzeugerpreise

Milchpreise ziehen weiter an

30.10.2026 (AMI) – Im September hat sich der Aufwärtstrend bei den Erzeugerpreisen für konventionelle Milch leicht verstärkt. Nahezu alle Molkereien in Deutschland zahlten mehr Milchgeld als im Vormonat.

Die Molkereien in Deutschland haben ihre Auszahlungsleistung im September fast flächendeckend angehoben. Rund neun von zehn Unternehmen zahlten ein höheres Milchgeld als im Vormonat. Nach Hochrechnung der AMI stieg das Bundesmittel um rund 1,0 ct/kg auf 41,1 ct/kg; gültig für Milch aus konventioneller Erzeugung mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Damit setzten die Milchpreise nicht nur ihre Aufwärtsbewegung fort, diese hat sich zudem leicht verstärkt.

Aufgrund der gegenläufigen Entwicklung im Vorjahr, als es in Folge der ungewöhnlich hohen Anlieferungsmengen zu ersten Preisrücknahmen im September kam, hat sich der Abstand zwischen den Ergebnissen beider Jahre weiter verkleinert. Im März hatte dieser mit 15,1 ct/kg seinen Höchststand erreicht und ist seitdem auf 11,4 ct/kg im September gesunken.

Eiweißmärkte geben den Takt vor

Die Milcherzeugerpreise folgten im September den festeren Tendenzen an den Märkten für Molkereiprodukte. Im Sommer war die Milchanlieferung infolge von Hitze und Trockenheit stärker gesunken, als von den Molkereien erwartet worden war. An den Rohstoffmärkten kam es phasenweise, insbesondere bei Magermilch und Magermilchkonzentrat, zu deutlichen Preissprüngen. Auf Verarbeitungsebene sorgte die anhaltend rege Eiweißnachfrage für weitere Aufschläge bei Magermilch- und Molkenpulver. Auch Käse und Butter legten zu, allerdings mit geringerer Dynamik. So bremsten die im Zuge der hohen Butterproduktion aufgebauten Lagerbestände den weiteren Preisanstieg bei Blockbutter.

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Beitrag von Dr. Kerstin Keunecke
Marktexpertin Milch und Milchprodukte

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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