Europa | Milch & Milchprodukte | Erzeugung

EU-Produktion von Milcherzeugnissen uneinheitlich

19.03.2026 (AMI) – Die Milchanlieferung innerhalb der EU-27 bewegte sich 2025, insbesondere im letzten Quartal, deutlich über dem Vorjahresniveau. Dadurch stand vor allem in erzeugerstarken Regionen oftmals mehr Rohstoff zur Weiterverarbeitung zur Verfügung. Die stärksten Produktionssteigerungen waren bei Butter und Magermilchpulver zu verzeichnen.

Die Milchanlieferung innerhalb der EU-27 überstieg im Jahr 2025 deutlich das Niveau des Vorjahres. Lediglich im ersten Quartal wurde das Vorjahresniveau verfehlt, im weiteren Jahresverlauf bestimmten stetig Zuwächse das Bild. Besonders im letzten Quartal von 2025 waren expansive Anstiege zu verzeichnen. Insgesamt ergab sich in der Summe von Januar bis Dezember 2025 ein schalttagsbereinigtes Plus gegenüber dem Vorjahr um 2,0 %. Vor allem ohnehin erzeugerstarke Mitgliedstaaten zeigten sich für die Mehrmengen verantwortlich.

Produktion von haltbaren Milcherzeugnissen ausgeweitet

Durch dieses expansive Milchaufkommen wurden die Mehrmengen an Rohstoff insbesondere verstärkt in die Produktionen haltbarer Produkte gelenkt. Die Herstellung von Butter verzeichnete im Jahr 2025 das deutlichste Plus. Im Vergleich zu 2024 wurde innerhalb der EU um 6,2 % oder absolut knapp 130 Tsd. t mehr hiervon produziert. Ein Großteil der Mitgliedstaaten stellte mehr Butter her als 2024, lediglich Belgien, Estland, Ungarn, die Niederlande und Portugal lenkten weniger Rohstoff in diese Verwertungsrichtung. Die mengenmäßig stärkste Ausweitung der Butterproduktion war in Deutschland mit einer Mehrmenge von knapp 44 Tsd. t zu verzeichnen. Prozentual war der Zuwachs in Spanien mit 38,4 % am größten. Ebenfalls deutliche Mehrmengen wurden in Dänemark, Irland, Frankreich und Polen hergestellt.

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Beitrag von Monique Rockhoff
Junior Produktmanagerin Milch

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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