Verbraucherforschung
Die AMI beobachtet und analysiert den Agrarmarkt entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Erzeugung bis hin zum Endkonsumenten. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die Analyse des Kauf- und Konsumverhaltens privater Haushalte.
Das Kaufverhalten der Verbraucher bei Lebensmitteln wird zunehmend komplexer. Neben dem Preis spielen heute Faktoren wie Nachhaltigkeit, Regionalität, Tierwohl sowie eine bewusste Ernährungsweise eine wichtige Rolle bei Kaufentscheidungen. Gleichzeitig beeinflussen auch Aspekte wie Qualität, Genuss und Produktherkunft die Nachfrage nach Lebensmitteln.
Die Verbraucherforschung der AMI analysiert diese Entwicklungen anhand von Haushaltspaneldaten. Haushaltspanels schaffen Transparenz über die Lebensmitteleinkäufe privater Haushalte in Deutschland und ermöglichen detaillierte Einblicke in die Marktentwicklung. Auswertungen sind beispielsweise nach Einkaufsstätten, Angebotsformen, Sorten und Produktarten möglich. Für den Zeitraum ab 2006 können Entwicklungen und Trends beim Einkauf frischer Lebensmittel nachvollzogen werden. Neben den Nachfragemengen werden auch Ausgaben, Preise, Einkaufshäufigkeiten, Mengen je Einkauf und weitere Kennzahlen untersucht. Soziodemografische Merkmale ermöglichen darüber hinaus die Identifizierung und Beschreibung verschiedener Käufergruppen.
Ein weiteres wichtiges Instrument ist der AMI-Verbraucherpreisspiegel. Er ermöglicht die kontinuierliche Beobachtung der Preisentwicklung im Einzelhandel für rund 160 Produkte aus konventioneller sowie weitere 100 Produkte aus ökologischer Erzeugung. Ergänzt wird die Erhebung durch produktspezifische Merkmale, beispielsweise Angebotsformen bei Fleisch- und Wurstwaren, die Herkunft bei Erdbeeren, Spargel sowie weiteren Obst- und Gemüsearten oder Gewichtsklassen bei Eiern. Ziel des Verbraucherpreisspiegels ist die zeitnahe Ermittlung realistischer Marktpreise im Einzelhandel.
Die langjährige Erfahrung der AMI in der Marktanalyse des privaten Lebensmittelkonsums sowie die enge Zusammenarbeit mit den weiteren Fachbereichen ermöglichen eine ganzheitliche Betrachtung der Märkte. Dadurch können auch Entwicklungen entlang der vorgelagerten Wertschöpfungsstufen in die Analyse des Konsumverhaltens privater Haushalte einbezogen werden.





