Deutschland | Getreide | Ernte

Getreideernte 2018 auf 24 Jahrestief

09.08.2018 (AMI) – Die deutsche Getreideernte wird in diesem Jahr zum ersten Mal seit langer Zeit unter dem hiesigen Verbrauch liegen. Zu diesem Schluss kommt der Deutsche Raiffeisenverband in seiner letzten Ernteschätzung.

Aufgrund der extremen Trockenheit der vergangenen Monate erwartet der DRV eine Getreideernte von 36,3 Mio. t. Das ist der niedrigste Wert seit 1994. Das schwache Vorjahresergebnis in Höhe von 45,6 Mio. t wird um gut ein Fünftel unterschritten, der langjährige Durchschnitt von 47,9 Mio. t um fast ein Viertel verfehlt. Die Rapsernte wird bei rund 3,5 Mio. t gesehen und verfehlt damit das enttäuschende Vorjahresergebnis um fast 20 %.

Die Getreide- und Rapsernte ist mittlerweile abgeschlossen – zwei bis drei Wochen früher als üblich. Die Qualitäten sind im Regelfall gut bis befriedigend, lediglich die Braugerste weist teilweise einen zu hohen Proteingehalt und der Roggen oftmals einen zu hohen Schmachtkornanteil auf.

Die aktuelle Ernteschätzung des DRV basiert auf den Flächenangaben des Statistischen Bundesamtes vom 02.08.2018 und eigenen Ertragserhebungen. Die Erntemengenschätzung für Winterweizen ist ein weiteres Mal auf nunmehr 19,3 Mio. t nach unten angepasst worden und verfehlt damit das Vorjahresergebnis um 20 %. Wintergerste wird auf knapp 7,4 Mio. t geschätzt und so 18 % unter Vorjahr. Sommergerste schätzt der Verband mit knapp 2,1 Mio. t zwar über Vorjahresniveau, der Grund dafür ist jedoch die um fast ein Drittel ausgedehnte Anbaufläche. Die Erträge verfehlen das Vorjahresergebnis um 13 %. Die Roggenernte wird bei knapp 2,1 Mio. t gesehen und damit 23 % unter Vorjahr.

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Beitrag von Wienke von Schenck

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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