Europa | Rohmilch | Anlieferung

EU-Milchanlieferung: Zeichen stehen auf Wachstum

19.10.2017 (AMI) – EU-weit lieferten die Milcherzeuger auch im August mehr Milch an als im Vorjahresmonat. Das Plus verstärkte sich dabei gegenüber Juli nochmals deutlich, sodass zuletzt in Summe der ersten acht Monate die Milchmenge des Vorjahres überschritten wurde. Produktionsanreize kamen dabei vor allem durch die gestiegenen Milcherzeugerpreise.

Im August haben die Molkereien in der EU-28 nach teils noch vorläufigen Ergebnissen rund 2,5 % mehr Milch angeliefert als im Vorjahr. Bereits seit März wurde das Vorjahresniveau übertroffen. Der Zuwachs vergrößerte sich dabei sukzessive von Monat zu Monat und erreichte zuletzt seinen vorläufigen Höchststand. Die Intensität des Anstieges geht stark mit dem Verlauf der Erzeugerpreise einher. In Krisenjahren wie 2016 geht die Milchanlieferung tendenziell zurück, in Hochpreisphasen wie 2014 hingegen ist das Wachstum deutlich verstärkt. Dies zeichnet sich auch in diesem Jahr wieder ab. Seit dem Frühjahr prägen vermehrt wieder Wachstumstendenzen das Bild.

Auch die großen Erzeuger schwenken um

Waren es in den vorangegangenen Monaten noch die größten Erzeugerländer in der EU, die mengenmäßig unter der Vorjahreslinie lagen und so den Anstieg gebremst haben, so hat sich im August auch dort das Blatt gewendet. In Deutschland, dem mengenmäßig größten Erzeuger, lieferten die Milchviehbetriebe im August zum ersten Mal im laufenden Jahr mehr Milch an als 2016. In Frankreich konnte eine ähnliche Entwicklung beobachtet werden. Auch dort schwenkte der Rückstand, der noch in den vergangenen Monaten vorherrschte, in ein Plus um. Hier lieferten die Milcherzeuger rund 0,7 % mehr Milch an als im August 2016. In Summe der ersten acht Monate lagen jedoch sowohl Deutschland als auch Frankreich mengenmäßig weiterhin unterhalb der Vorjahreslinie. Allerdings schmilzt der Rückstand auch hier immer weiter.

Liefern die Milchviehbetriebe in der EU auch im vierten Quartal mehr Milch an? Und werden von den Milcherzeugerpreisen in den kommenden Monaten weitere Produktionsanreize ausgehen? Antworten auf diese Fragen finden Sie im Online-Dienst Markt aktuell Milchwirtschaft.

Sie sind noch kein Kunde und möchten den Online-Dienst Markt aktuell Milchwirtschaft kennenlernen? Bestellen Sie jetzt Ihr Abonnement.

Beitrag von Juliane Michels

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Login

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Milch & Milchprodukte | Anlieferung

Milchmengen nah am Vorjahresniveau

20.09.2018 (AMI) – Anfang September zeigte die Milchanlieferung in Deutschland einen für die Jahreszeit normalen Verlauf. Die von den Molkereien erfassten Mengen gingen leicht zurück und bewegten sich damit seit Mitte August recht nah am Vorjahresniveau. Auch die Inhaltsstoffe normalisieren sich nach Berichten einiger Molkereien wieder.  Mehr

Deutschland | Milch & Milchprodukte | Außenhandel

Mehr Magermilchpulver, weniger Vollmilchpulver exportiert

20.09.2018 (AMI) – Die Ein- und Ausfuhren von Milchprodukten in Deutschland entwickelten sich im ersten Halbjahr 2018 uneinheitlich.  Mehr

Deutschland | Milch & Milchprodukte | Anlieferung

Welche Folgen hat die Trockenheit für den Milchmarkt?

18.09.2018 (AMI) – Die Dürre in Nordeuropa und die möglichen Auswirkungen auf den Milchmarkt sind ein großes Thema für die Branche. In der globalen Betrachtung ist das Wetterextrem in Teilen der EU aber nur ein regionaler Effekt von Vielen. Dadurch steigen die Preise am Weltmarkt nicht. Dennoch werden Auswirkungen der hiesigen Dürre auf die Märkte für Milch und Milchprodukte im weiteren Verlauf nicht ausbleiben.   Mehr