Deutschland | Schrote | Marktversorgung

Fortgesetzte Zurückhaltung am Sojaschrotmarkt

30.08.2017 (AMI) – Sojaschrot wird nur in überschaubaren Mengen umgesetzt, denn die Läger der Mischfutterbetriebe sind gut gefüllt und die Nachfrage entsprechend alles andere als drängend.

Am Sojaschrotmarkt gibt es keine frischen Impulse. Regenfälle in der vergangenen Woche begünstigten die Schotenfüllung und brachten damit die US-Sojabestände ertragsmäßig weiter nach vorne. Solange die Witterungsverhältnisse günstig sind und je näher der Erntebeginn rückt, desto mehr festigt sich die Prognose einer umfangreichen US-Sojaernte. Momentan gibt es also schlichtweg keinen Grund, warum die Sojanotierungen bedeutend nachgeben sollten – die Versorgungslage ist gut und einer großen US-Ernte steht nichts im Wege.

Das Kaufinteresse am deutschen Sojaschrotmarkt war zuletzt dementsprechend nach wie vor nicht drängend. Wenn sich die Preise in den kommenden Wochen bewegen, dann wohl eher nach unten, so die Einschätzung der Mischfutterbetriebe. Diese sind vorerst ohnehin ausreichend mit Ware eingedeckt, heißt es. Mancher soll seine Versorgung sogar bereits für die kommenden 12 Monate abgesichert haben. Die Läger sind voll, der Bedarf daher nicht drängend. Die Preise haben demzufolge nachgegeben. 44er Sojaschrot lag am 29.08.2017 bei einem Preis von 278 EUR/t im Bundesdurchschnitt und damit 6 EUR/t unter Vorwoche. 49er Ware hat sich indes um 5 EUR/t auf 302 EUR/t vergünstigt.

Wie es in der Zwischenzeit am Rapsschrotmarkt weitergegangen ist, erfahren Sie in der vollständigen Marktlage zu Ölschroten. Diese können Sie in der Markt Woche Ölsaaten nachlesen. Hier finden sie auch weitere Marktlagen und Analysen zu Ölsaaten, national wie international. Der wöchentliche Bericht enthält außerdem übersichtliche Marktcharts und detaillierte Tabellen für einen umfassenden Marktüberblick.

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Beitrag von Steffen Kemper

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

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