Deutschland | Saisongefügel | Verbraucherpreise

Die Martinsgans ist in diesem Jahr teurer

07.11.2017 (AMI) – Wie bei keiner anderen Tier- oder Geflügelart konzentriert sich die Vermarktung von Gänsen auf ein vergleichbar enges zeitliches Fenster. Der Saisonstart liegt traditionell im Oktober. Den ersten Höhepunkt erlebt diese Geflügelart als Martinsgans.

Zu Beginn der diesjährigen Saison liegen die Preise für Frostware im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Ganze gefrorene Gänse – in aller Regel handelt es hierbei um importiertes Geflügel – kosten außerhalb von Aktionen umgerechnet ab 4,49 EUR/kg und damit mindestens 90 Ct/kg mehr als zum Ende des vergangenen Jahres. Der Normalpreis für tiefgekühlte Brust oder Keule von der Gans lag 2016 bei einigen Handelsunternehmen unter 8,00 EUR/kg. In diesem Jahr kosten diese Artikel 1,00 EUR/kg mehr.

Das Martinsfest zum Ende dieser Woche haben die meisten Unternehmen des LEH zum Anlass genommen, die Gans in ihre Handzettel aufzunehmen. Häufig wird, den AMI-Aktionspreisen im LEH zufolge, mit gefrorener Ware aus Polen oder auch aus Ungarn und teils kräftigen Abschlägen geworben. Auch das Niveau der Aktionspreise ist zum ersten Höhepunkt der diesjährigen Saison höher als im Vorjahr. Wurden gefrorenen Martinsgänse im vergangenen Jahr schwerpunktmäßig zwischen 3,00 und 4,00 EUR/kg angeboten, liegen die Angebote in diesem Jahr mehrheitlich zwischen 4,44 und 4,99 EUR/kg. Lediglich Kaufland unterbietet diesen Bereich mit umgerechnet 3,79 EUR/kg deutlich.

Tiefgekühlte Brust oder Keulen von der Gans sind in dieser Woche ab 7,77 EUR/kg zu bekommen. Die meisten Aktionen liegen jedoch zwischen 9,00 und 10,00 EUR/kg. Vor einem Jahr wurden noch mit Preisen ab 5,99 EUR/kg um Käufer für diese Artikel geworben.

Nehmen Sie Kontakt mit den Marktexperten der Verbraucherforschung auf, wenn Sie Informationen zur Preisentwicklung von frischen Lebensmitteln auf Verbraucherebene benötigen.

Beitrag von Thomas Els

© Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Deutschland | Düngemittel | Preise

Stickstoffdünger verteuert, Nachfrage abwartend

11.12.2018 (AMI) – Am Düngemittelmarkt herrscht große Verunsicherung. Das betrifft zum einen die weitere Entwicklung der internationalen Harnstoffkurse, aber auch die Kalkulation möglicher Düngermengen hierzulande.  Mehr

Deutschland | Agrarwirtschaft | Strukturdaten

Rohstoffpreise überwiegend fester

10.12.2018 (AMI) – Die Preise für Agrarrohstoffe in Deutschland zeigten 2018 überwiegend nach oben. Die Getreidepreise haben ab der Jahresmitte, aufgrund schlechter Ernteerwartungen, deutlich zugelegt. Auch die Erzeugerpreise für Rohmilch konnten sich, nach rückläufigen Tendenzen in der ersten Jahreshälfte, wieder erholen.   Mehr

Deutschland | Rohmilch | Erzeugerpreise

Erholung der Erzeugerpreise verliert an Dynamik

06.12.2018 (AMI) – Die Erzeugerpreise für Milch in Deutschland haben im Oktober ihre Aufwärtsbewegung fortgesetzt. Der Anstieg fiel dabei jedoch geringer aus als in den Monaten zuvor. Dadurch hat sich der Rückstand gegenüber dem Vorjahr weiter vergrößert. Im weiteren Verlauf deuten sich auf Grund der Preisrückgänge bei Butter und Käse schwächere Tendenzen an. Sollte durch die regional angespannte Futtersituation Milch fehlen, könnte sich dies stabilisierend auf die Preisverläufe auswirken.  Mehr